verlust


Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten,
und dennoch ist es schwerer.

~© Detlev Fleischhammel ~

Alle Schlachten im Leben dienen dazu,

uns etwas zu lehren.

Auch die, die wir verlieren.

(Der fünfte Berg)

Man muss immer wissen,

wann ein Lebensabschnitt zu Ende geht.

Indem man Kreise und Türen schliesst, Kapitel abschliesst.

Gleichgültig, wie man es nennt, wichtig ist,

dass man die Augenblicke des Lebens,

die bereits vergangen sind,

in der Vergangenheit belässt.

(Der Zahir)

Kann man das: 

Nachholen, was man versäumt hat ?

C. Böhler-Müller

The art of losing isn´t hard to master;
so many things seem filled with the intent
to be lost that their loss is no disaster.

Lose something every day. Accept the fluster
of lost door keys, the hour badly spent.
The art of losing isn´t hard to master.

Then practice losing farther, losing faster:
places, and names, and where it was you meant
to travel. None of these will bring disaster.

I lost my mother´s watch. And look! my last, or
next-to-last, of three loved houses went.
The art of losing isn´t hard to master.

I lost two cities, lovely ones. And, vaster,
some realms I owned, two rivers, a continent.
I miss them, but it wasn´t a disaster.

Even losing you (the joking voice, a gesture
I love) I shan´t have lied. It´s evident
the art of losing´s not too hard to master
though it may look like (Write it!) like disaster.

(by Elizabeth Bishop)

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oder auf Deutsch

Die Kunst des Verlierens

Die Kunst des Verlierens studiert man täglich.
So vieles scheint bloß geschaffen, um verloren zu gehen und so ist sein Verlust nicht unerträglich.

Lerne zu verlieren, Tag für Tag.
Akzeptiere den Aufruhr um Schlüssel, die du verlierst.

Ich verlor zwei Städte, verlor zwei Flüsse, einen Kontinent.
Ich vermisse sie, aber es war nicht unerträglich.

Selbst dich zu verlieren, deine scherzhaften Worte; eine Geste, die ich liebe.
Sogar hier wird es wahr sein.

Ich werde sehen, die Kunst des Verlierens studiert man täglich.
Auch wenn es einem vorkommt als wär’s (schreib es auf!): als wär’s unerträglich…

Menschen haben an den überraschensten Stellen Narben. Sie sind so etwas wie geheime Strassenkarten ihrer persönlichen Geschichte. Ein Diagramm alter Verletzungen.

Die meisten Wunden heilen und es bleibt nichts weiter als eine Narbe zurück – manche jedoch heilen nicht.

Manche Verletzungen tragen wir ständig mit uns herum auch wenn sie schon lange her sind – halten die Schmerzen an. Vielleicht haben uns unsere alten Wunden etwas zu erzählen. Sie erinnern uns daran wie wir damals waren und was wir überstanden haben. Sie lehren uns was wir in der Zukunft vermeiden sollen.
Zumindest hätten wir das gern. Aber leider ist das nicht so, oder? Es gibt Dinge die müssen wir einfach immer wieder durchmachen – immer, immer, immer wieder.

(Meredith)

..seit ich abgereist bin, denke ich die ganze Zeit an dich. Ich weiss dass meine Reise noch nicht vorüber und dass das Leben ein gewundener Pfad ist, und ich kann nur hoffen, dass er sich irgendwie zurück zu dem Ort schlängelt, an den ich gehöre. Zurück zu dir. So denke ich jetzt darüber. Ich gehöre zu dir.

.. Bevor wir uns kennenlernten, war ich so verloren, wie ein Mensch nur sein kann. Und doch hast du etwas in mir gesehen, was mir eine neue Richtung gegeben hat.

Wenn ich schlafe, träume ich von dir, und wenn ich wach bin, sehne ich mich danach, dich in meinen Armen zu halten. Von dir getrennt zu sein, hat mich in der Gewissheit bestärkt, dass ich meine Nächte an deiner Seite verbringen möchte und meine Tage in deinem Herzen.

“Hör auf deinen Kummer: warum es uns besser geht, wenn wir unsere Sorgen nicht verdrängen ” von Stephen Levine.

Schmerz und Trauer nicht spüren zu wollen, ist eine verbreitete und verständliche, aber nicht immer sinnvolle Reaktion. Denn der Kummer, den wir nicht fühlen wollen, verschwindet deshalb ja nicht wirklich. Er bleibt in uns, was Folgen hat. Folgen wie z.B., dass wir innerlich verhärten, dass wir Kontakt meiden, dass wir uns von unseren Gefühlen abschneiden. All das engt uns ein und raubt Lebensfreude.

Stephen Levine zeigt sehr eindringlich auf, wozu verdrängter Schmerz führen kann – und zwar auf persönlicher, aber auch auf gesellschaftlicher Ebene. Und er zeigt, wie wir besser mit unserem Kummer und unsere Trauer umgehen können: nämlich, indem wir diese Gefühle zulassen lernen.

Es braucht etwas Mut, um das Buch zu lesen. Hier geht es bereits um die ersten Schritte zum Zulassen von Emotionen, die wir fürchten und wegdrücken wollen. Aber nur dann, wenn wir uns ihnen stellen, sie zulassen und ihnen erlauben, sich auszudrücken, können wir Erlösung und Heilung finden. Nicht für jede/n wird das wohl ohne therapeutische Hilfe möglich sein, aber “Hör auf deinen Kummer” kann auch dafür ein erster Anstoß sein.

Neben den vielen, vielen Denkanstößen und klugen Gedanken finden Sie auch einige Übungen in dem Buch. Körper- und Atemübungen, die das Zulassen von Schmerz und Trauer möglich machen.

Stephen Levine schreibt: “Schmerz ermöglicht Mitgefühl.” und an anderer Stelle “Widerstand ist die Hölle.” Diese zwei Sätze habe ich zusammen mit vielen anderen aus diesem Buch mitgenommen, weil sie mich tief getroffen haben.

Fazit: Ein extrem wichtiges Buch über ein unbequemes Thema, das aber für unser Lebensglück unerlässlich ist.

(aus Zeit zu Leben)

Man trennt sich aus einem bestimmten Grund. Man sagt dem anderen, warum. Man gibt ihm die Möglichkeit zu antworten. Man läuft nicht einfach so fort. Nein, dass ist absolut kindisch.

(Marcel Proust)

Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist, zu schweigen..

dün hayat durdu benim için
sanki bugün herşey farklı
sanki bu ev benim değil
bu nefes bana zararlı
alışmaya çalışmak diye bişey yok
alışmak zorundayım
üzülmemek diye bişey yok
üzülmem gerek
severek unutmak olur işmi
bilerek uçuruma önden atlanırmı ki
kaybettiğinin yerine ne koysan dolmaz
boş bırakıcam yerini hep bomboş

Es gibt Liebeskummer, den die Zeit nicht zu heilen vermag und der Narben auf dem Lächeln hinterlässt.

> Wie kann man so lange auf jemanden warten?<<

Wir haben den Anfang einer Geschichte gelebt, und sie war wie ein Versprechen, dass das Leben nicht gehalten hat..

>> Warum hast du dich von diesem Menschen getrennt, der dir so sehr fehlt? Welche Unvereinbarkeit gab es?<<

Sagen wir, wir sind einander sehr nahe gekommen, aber ich war nur Mieter des Glücks, und er hat den Vertrag nicht verlängern können..

(Auszüge aus dem Buch “Zurück zu Dir” von M. Levy. Zurück zu dir ist die Fortführung von “Solange du da bist”)

>> Was hast du?<<

Nichts, nur eine Erinnerung.

>>Er hat echt Glück.<<

Wer?

>> Der, auf den du schon lange wartest.<<

Wirklich?

>> Ja, wirklich! Was hat Euch getrennt?<<

Ein Problem der Vergangenheit.

>> Habt ihr Euch nicht mehr verstanden?<<

Doch, sehr gut sogar. Wir haben viel zusammen gelacht, hatten diesselben Träume und Wünsche. Wir hatten uns sogar geschworen, eine Liste mit den schönen Dingen, die wir tun wollen, aufzuschreiben.

>> Was hat euch daran gehindert, sie zu schreiben?<<

Die Zeit hat uns vorher getrennt..

(Marc Levy)

Ich habe noch zu viele Schwächen, um dem Mann meines Lebens zu begegnen. Ich möchte mich ändern. Ich möchte mich ohne Angst hingeben können, die Fehler des anderen wie wunderbare Schwächen erleben.

>>Du meinst Lieben?<<

So was ähnliches..

(Marc Levy)

>> Ich habe dir gesagt, du sollst ein neues Kapitel anfangen, was diesen Menschen angeht, und nicht mit deiner ganzen Vergangenheit Schluss machen..<<

Er gehört nicht mehr zu meinem Leben, aber ist ein Teil von mir..

(Marc Levy)

Du vermisst jemanden stimmt´s ? Das steht in deinen Augen geschrieben..

Man sagt, um von einer Liebesgeschichte geheilt zu werden, braucht man die halbe Zeit ihrer Dauer. Dann, eines morgens wacht man auch, und die Last der Vergangenheit ist wie durch Zauberhand verschwunden..

(Marc Levy)

Ich lebe im Widerspruch zwischen der Hoffnung, dass das Leben uns wieder zusammenführt, und weiß doch nicht, ob ich es wagen werde, mit ihm zu sprechen. Jetzt muss ich vorankommen. Die Einsamkeit ist ein Garten, in dem nichts wächst selbst wenn ich heute ohne ihn Lebe, bin ich nie allein, weil es ihn irgendwo gibt..

 

(Marc Levy)

Es reicht nicht zu lieben, man muss auch zueinander passen. Man muss das Leben lieben, dass man zusammen mit dem anderen führt, dieselben Bedürfnisse, Erwartungen, Ziele und Wünsche haben..

Wie kann man das vorher wissen ? Das ist unmöglich! Man kann den anderen am Anfang nicht kennen, man muss Geduld haben für die Liebe..

.. lieben bedeutet nicht, auf seine Freiheit zu verzichten, sondern viel mehr, ihr einen Sinn geben..

Für eine Geschichte bedarf es der richtigen Person im richtigen Augenblick. Es ist so einfach, sich zu sagen, dass es nicht der richtige Augenblick ist. Genau hier zwingt uns das Schicksal zu einer Entscheidung.

Willst du wissen, ob du mir fehlst? Die Antwort ist ja. Oft? Fast die ganze Zeit !

Gehen ist nicht immer aufgeben, es ist auch eine Art, das Erlebte zu bewahren, wenn man geht, bevor es zu spät ist.

(Marc Levy)


Es heisst ..Man muss nie verzweifeln, wenn einem etwas verloren geht,

.. ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück;

es kommt alles noch herrlicher wieder.

Was abfallen muss, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen.

Man muss in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, dem gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.

.. denn nicht alles, was wir verlieren, ist ein Verlust.

.. oft stellt sich ein vermeintlicher Verlust im Nachhinein als Gewinn heraus. So ungern wir das in unserem Moment des Verlustes annehmen möchten..

..und dennoch..

.. man fand es und freute sich;
.. man verlor es - es tat dem Herzen weh..

(angeregt aus aphorismen)

Did I disappoint you or let you down?
Should I be feeling guilty or let the judges frown?
‘Cause I saw the end before we’d begun,
Yes I saw you were blinded and I knew I had won.
So I took what’s mine by eternal right.
Took your soul out into the night.
It may be over but it won’t stop there,
I am here for you if you’d only care.
You touched my heart you touched my soul.
You changed my life and all my goals.
And love is blind and that I knew when,
My heart was blinded by you.
I’ve kissed your lips and held your hand.
Shared your dreams and shared your bed.
I know you well, I know your smell.
I’ve been addicted to you.

Goodbye my lover.
Goodbye my friend.
You have been the one.
You have been the one for me.

I am a dreamer and when i wake,
You can’t break my spirit - it’s my dreams you take.
And as you move on, remember me,
Remember us and all we used to be
I’ve seen you cry, I’ve seen you smile.
I’ve watched you sleeping for a while.
I’d be the mother of your child.
I’d spend a lifetime with you.
I know your fears and you know mine.
We’ve had our doubts but now we’re fine,
And I love you, I swear that’s true.
I cannot live without you

And I still hold your hand in mine.
In mine when I’m asleep.
And I will bare my soul in time,
When I’m kneeling at your feet.
Goodbye my lover.
Goodbye my friend.
You have been the one.
You have been the one for me.

I’m so hollow, baby, I’m so hollow.
I’m so, I’m so, I’m so hollow.

(James Blunt)

Manchmal muss man Namen löschen und das ist ein seltsames Gefühl.. Der Mensch, der hinter diesem Namen steht, ist nicht mehr da. Kein Anruf, kein freundliches Wort, kein Gesicht mehr. Einfach fort. Dageblieben zu sein ist manchmal schwieriger als zu gehen. Wer gegangen ist, hat alles hinter sich gelassen.Wer zurück geblieben ist, der muss Lücken füllen.

(unbekannt)