April 22, 2008
Am Ende des Tages ist die Realität absolut nicht das was wir uns erhofft haben. Die Realität ist am Ende des Tages meistens vollkommen auf den Kopf gestellt, ganz anders als man denkt.
April 22, 2008
Am Ende des Tages ist die Realität absolut nicht das was wir uns erhofft haben. Die Realität ist am Ende des Tages meistens vollkommen auf den Kopf gestellt, ganz anders als man denkt.
April 10, 2008
Es gibt einen Punkt im Leben wo man offiziell erwachsen ist. Plötzlich ist man alt genug zu wählen, zu trinken und sich anderen erwachsenen Aktivitäten hin zu geben. Auf einmal erwarten alle von einem dass man verantwortungsbewusst ist, ernsthaft – eben ein Erwachsener. Wir werden älter, wir werden bedeutend – aber werden wir wirklich jemals erwachsen?
Auf gewisse Weise werden wir natürlich Erwachsen. Wir haben Familien, wir heiraten, werden geschieden – doch im Grunde haben wir immer noch die gleichen Probleme die wir mit 15 hatten. Egal wie alt wir sind und bedeutend, wir stolpern immer noch und wir zweifeln andauernd - wir bleiben ewig jung.
April 4, 2008
Wenn es um die zwischenmenschliche Chemie geht, zählt nur eins – entweder sie stimmt oder sie stimmt nicht.
April 4, 2008
Tief im Inneren wollen wir alle glauben, dass wir Hardcore sein können. Aber Hardcore heißt nicht einfach nur hart zu sein - es heißt auch Dinge zu akzeptieren. Manchmal muss man sich auch erlauben einmal nicht Hardcore zu sein. Man muss nicht jede Minute des Tages knallhart sein. Es ist erlaubt das Visier hoch zu klappen. Genau gesagt in manchen Augenblicken ist dass das Beste. Zumindest solange man diesen Augenblick sorgfältig wählt.
April 4, 2008
Die Wahrheit ist, ich kenne niemanden der nicht von irgendetwas verfolgt wird oder irgendjemanden. Und egal ob wir versuchen den Schmerz mit einem Skalpell weg zu schneiden oder in die hinterste Ecke des Schrankes zu schieben, so oder so werden wir scheitern. Die einzige Möglichkeit die dunklen Wolken zu vertreiben ist es ein neues Kapitel aufzuschlagen. Oder das alte Kapitel richtig zu beenden. Endlich ist ein Kapitel beendet.
März 6, 2008
Im Leben ist nur eine Sache sicher, abgesehen vom Tod und den Steuern. Egal wie viel Mühe man sich gibt, egal wie gut man es gemeint hat, Fehler macht man auf jeden Fall. Man wird andere Menschen verletzen, man wird von anderen Menschen verletzt werden, und wenn man sich je davon erholen will, dann gibt es eigentlich nur eins was man sagen kann:
“Vergeben und Vergessen”, so sagt man ja wohl. Das klingt nach einem guten Motto, aber es ist nicht sehr praktisch. Wenn uns jemand weh tut, wollen wir es ihm mit gleicher Münze heimzahlen. Wenn uns jemand Unrecht tut, dann möchten wir Recht bekommen. Ohne Vergebung werden alte Rechnungen nie beglichen, werden alte Wunden niemals heilen und wir können höchstens hoffen dass wir eines Tages das Glück haben werden zu vergessen.
Februar 28, 2008
Die Wahrheit ist schwierig, die Wahrheit ist peinlich und sehr oft tut die Wahrheit weh. Ich meine, die Leute sagen sie wollen die Wahrheit hören, aber wollen sie das wirklich?
Die Wahrheit tut weh. Im Grunde genommen will niemand die Wahrheit hören. Ganz besonders nicht wenn sie einem nahe geht. Manchmal sagen wir die Wahrheit, weil wir dem anderen nicht mehr geben können als die Wahrheit. Manchmal sagen wir die Wahrheit weil wir sie laut sagen müssen, damit wir sie selber hören. Und manchmal sagen wir die Wahrheit, weil wir einfach nicht anders können. Manchmal ist es aber auch so, dass wir die Wahrheit sagen, weil wir dem anderen wenigstens das schuldig sind.
Februar 21, 2008
..Es ist schockierend wie viele Formen der Abhängigkeiten existieren, es wäre zu einfach wenn es nur um Drogen und Alkohol und Zigaretten ginge. Ich glaube das Schwierigste am überwinden einer Sucht ist, sie überwinden zu wollen. Ich meine es gibt doch einen Grund dafür warum wir abhängig werden, oder? Oft, viel zu oft ist es so, dass etwas das zunächst ein ganz normaler Teil des Lebens ist, irgendwann die Grenze überschreitet, es wird zur Obsession, zur Besessenheit, es gerät außer Kontrolle. Es ist das high sein das wir unbedingt wollen, das high sein neben dem alles andere verblasst.
Das Problem mit der Abhängigkeit ist, dass es nie gut ausgeht. Denn irgendwann wird das was uns das high sein beschert, egal was es ist, aufhören uns ein gutes Gefühl zu verschaffen, und anfangen weh zu tun. Es heisst dass man die Sucht nicht loswerden kann, bevor man den absoluten Tiefpunkt erreicht hat. Aber woher weiss man wann das ist?
Denn egal wie sehr uns eine Sache auch verletzt, manchmal schmerzt es noch vielmehr sie los zu lassen.
Februar 21, 2008
Veränderungen – wir mögen sie nicht, wir haben Angst davor. Aber wir können sie nicht aufhalten. Entweder passen wir uns den Veränderungen an, oder wir bleiben zurück. Es tut weh zu wachsen, wer sagt es wäre nicht so – der lügt. Aber die Wahrheit ist, je mehr sich Dinge verändern, umso mehr gleichen sie sich. Und manchmal, manchmal ist Veränderung etwas Gutes. Und manchmal ist Veränderung Alles.
November 30, 2007
All zu oft ist das was man haben will, das was man nicht haben kann. Verlangen ist das was unsre Herzen bricht, es füllt uns aus. Verlangen kann einem das Leben zur Hölle machen. Aber so hart es auch sein mag etwas wirklich zu wollen, die Menschen die am meisten leiden, sind diejenigen die nicht wissen was sie wollen.
(Meredith)
November 30, 2007
Menschen haben an den überraschensten Stellen Narben. Sie sind so etwas wie geheime Strassenkarten ihrer persönlichen Geschichte. Ein Diagramm alter Verletzungen.
Die meisten Wunden heilen und es bleibt nichts weiter als eine Narbe zurück – manche jedoch heilen nicht.
Manche Verletzungen tragen wir ständig mit uns herum auch wenn sie schon lange her sind – halten die Schmerzen an. Vielleicht haben uns unsere alten Wunden etwas zu erzählen. Sie erinnern uns daran wie wir damals waren und was wir überstanden haben. Sie lehren uns was wir in der Zukunft vermeiden sollen.
Zumindest hätten wir das gern. Aber leider ist das nicht so, oder? Es gibt Dinge die müssen wir einfach immer wieder durchmachen – immer, immer, immer wieder.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Im Leben löst sich so einiges in Luft auf. Wenn etwas, von dem wir nicht wussten, dass wir es haben, verschwindet, vermissen wir’s?
Wie ich schon sagte: dass etwas verschwindet, kommt vor. Aus Schmerzen werden Phantomschmerzen. Blut hört auf zu fließen und Menschen - Menschen sterben.
Es gibt noch mehr, was ich zu sagen habe - so viel mehr. Aber… ich bin verschwunden.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Niemand glaubt, dass sein Leben nur irgendwie, so ganz okay, verlaufen würde. Wir glauben alle, dass aus uns etwas Besonderes wird und von dem Tag an, an dem wir uns entschieden haben etwas zu werden, sind wir von hoher Erwartung. Wir erwarten von uns, dass wir neue Wege beschreiten, dass wir Menschen helfen, dass wir etwas bewegen. Wir haben hohe Erwartungen an den Menschen, der wir sein möchten - wohin wir gehen werden - und irgendwann kommen wir an.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Am Ende ist es doch so: Wir wollen im Grund nichts anderes, als einem anderen Menschen näher zu sein. Das ganze restliche Theater, wenn wir versuchen Distanz zu wahren, demonstieren, dass uns die anderen egal sind, ist meistens reiner Blödsinn. Also suchen wir uns die Menschen aus, denen wir nahe sein wollen. Und wenn wir diese Menschen einmal gewählt haben - bleiben wir meistens in ihrer Nähe. Egal, wie sehr wir ihnen auch weh tun. Die Menschen, die am Ende eines Tages noch bei einem sind, das sind diejenigen, die es wert sind, dass man bei ihnen bleibt. Natürlich kann man sich auch zu nah kommen - andererseits ist es manchmal genau das, was man braucht: sich jemandem ganz nah zu fühlen.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Auf gewisse Weise ist Verrat unvermeindlich. Wenn wir uns gegenseitig im Stich lassen, wenn wir uns gegenseitig verraten, ist der Weg zur Heilung weniger klar.
Es gibt allerdings bestimmte Wunden - Momente des Verrats, die so schlimm sind, so grundlegend, dass es keine Möglichkeit gibt zu reparieren, was kaputt gegangen ist. Und wenn soetwas passiert - dann kann man nichts anderes tun, als warten.
(Cristina)
Oktober 27, 2007
Viele wissen nicht, dass das menschliche Auge einen blinden Fleck auf der Netzhaut hat. Es gibt also einen Teil der Welt, den wir tatsächlich nicht sehen können. Das Problem ist nur, dass dieser blinde Fleck manchmal dazu führt, dass wir Dinge nicht sehen, die wir lieber nicht ignorieren sollten. Manchmal aber sorgen unsere blinden Flecken dafür, dass unser Leben blendend glücklich bleibt.
Vielleicht ist das mit den blinden Flecken nicht so, dass unser Gehirn uns glücklich machen will, vielleicht will es uns nur beschützen.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Nicht alle Wunden sind oberflächlich. Die meisten Wunden gehen tiefer, als wir es uns vorstellen können. Das kann man mit dem bloßen Auge nicht sehen. Und dann gibt es Wunden, die uns überraschend zugefügt werden. Die beste Art eine Wunde oder Krankheit zu behandeln, ist in die Tiefe zu gehen und den wahren Grund für die Verletzung zu finden. Und wenn man ihn gefunden hat, muss man versuchen ihn mit aller Kraft zu beseitigen.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Es gibt Zeiten, in denen es selbst den Besten von uns schwer fällt engagiert zu sein - und wir sind vielleicht überrascht, wie leicht wir uns davon abbringen lassen, Engagement zu zeigen. Das mit dem Engagement ist kompliziert. Andererseits überrascht es uns manchmal, wie engagiert wir sein können. Wahres Engagement erfordert Mühe - und Opfer. Deswegen müssen wir es wohl manchmal auf die harte Tour lernen, unser Engagement wohlüberlegt einzusetzen.
(Meredith
Oktober 27, 2007
Die meisten unserer Fantasien verschwinden, wenn wir aufwachen und werden in die hintersten Gehirnwindungen verbannt. Doch manchmal sind wir ganz sicher, wenn wir uns nur große Mühe geben, können wir den Traum leben.
Fantasien sind ganz einfach. Genuss ist gut - und doppelt so viel Genuss, ist besser. Schmerz ist schlecht und kein Schmerz ist immer besser. Aber die Realität ist anders. Die Realität ist, dass Schmerz existiert, um uns etwas zu sagen. Wir können nur ein gewisses Maß an Genuss ertragen, ohne Bauchschmerzen zu bekommen - und vielleicht ist das gut so. Vielleicht sollen gewisse Fantasien einzig und allein in unseren Träumen existieren.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Die Zeit fliegt. Die Zeit wartet auf niemanden. Die Zeit heilt alle Wunden. Wir alle wollen nur das Eine und das ist mehr Zeit. Zeit aufzustehen. Zeit erwachsen zu werden. Zeit loszulassen. Zeit.
(Meredith)