April 2008


Zufällig sieht man sich, 
man fühlt, man bleibt,
und nach und nach
wird man verflochten. 
-Goethe-

Die Liebe lehrt uns vieles - vor allem bereuen.

Emanuel Wertheimer

Es gibt zwei Sorten Menschen:

die einen suchen und finden nicht;

die anderen finden und sind nicht zufrieden.

Mihail Eminovici

 

 

 

 

 

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Am Ende des Tages ist die Realität absolut nicht das was wir uns erhofft haben. Die Realität ist am Ende des Tages meistens vollkommen auf den Kopf gestellt, ganz anders als man denkt.

“Du bist so wunderbar..”

Ich weiß. Ich weiß, dass ich nett bin, dass du mich magst, dass andere mich mögen und alle Leute, die ich kennenlerne. Nur ist keiner darunter, der sich einlassen würde auf.. Ach, bring mich bitte nicht auf diesen Trip.

“Ich wollte du, du könntest..”

Das schlimme daran ist, dass ich die Antwort schon kenne. Die Antwort lautet, dass man seinen Seelenfrieden nie findet, wenn man auf einen anderen Menschen setzt. Tut man´s doch, ist man auch schon aufgeschmissen. Vielleicht nicht gleich, aber früher oder später garantiert. Man muss.. Ich weiß nicht.. Man muss mit sich selbst leben lernen. Man muss lernen, alleine aus dem Bett zu krabbeln und den Tisch bloß für eine Person zu decken, ohne das man sich miserabel fühlt. Stark und selbstsicher und mit sich selbst zufrieden muss man sein, und man darf nie auch nur den Hauch eines Anscheins erwecken, dass man es ohne diesen bestimmten Jemand vielleicht nicht packt. Man muss grauenhaft gut Theater spielen.

“Du spielst aber kein Theater. Du bist stark.”

Ich will aber nicht mehr. Es hängt mir zum Hals raus, ewig die Scherben aufzusammeln und voller Heldenmut den Blick nach vorn zu richten. Ich will, dass es wenigstens einmal klappt.

“Wir sind alle so.”

Ich weiß, aber bei manchen Leuten funktioniert´s.

“Bei dir wird´s auch bald funktionieren.”

Wird es nicht. Ich will es zu sehr..

(Aus Stadtgeschichten von Armistead Maupin)

 

Tausende Stunden lang haben wir immer nur ein paar Minuten Zeit..

~Gregor Brand~

Es gibt einen Punkt im Leben wo man offiziell erwachsen ist. Plötzlich ist man alt genug zu wählen, zu trinken und sich anderen erwachsenen Aktivitäten hin zu geben. Auf einmal erwarten alle von einem dass man verantwortungsbewusst ist, ernsthaft – eben ein Erwachsener. Wir werden älter, wir werden bedeutend – aber werden wir wirklich jemals erwachsen?

Auf gewisse Weise werden wir natürlich Erwachsen. Wir haben Familien, wir heiraten, werden geschieden – doch im Grunde haben wir immer noch die gleichen Probleme die wir mit 15 hatten. Egal wie alt wir sind und bedeutend, wir stolpern immer noch und wir zweifeln andauernd - wir bleiben ewig jung.

…Hier und jetzt und solange es dauert, gehöre ich dir. Ganz und gar dir.

Und dann?

Ich kann dir nicht sagen, was nach dieser Nacht sein wid, was jenseits dieses Zimmers liegt.

Nichts ist da, solange man nicht hinschaut..

(Auszugs aus einem Dialog in “Die Pflanzenmalerin” von M. Davies)

Wenn es um die zwischenmenschliche Chemie geht, zählt nur eins – entweder sie stimmt oder sie stimmt nicht.

Tief im Inneren wollen wir alle glauben, dass wir Hardcore sein können. Aber Hardcore heißt nicht einfach nur hart zu sein - es heißt auch Dinge zu akzeptieren. Manchmal muss man sich auch erlauben einmal nicht Hardcore zu sein. Man muss nicht jede Minute des Tages knallhart sein. Es ist erlaubt das Visier hoch zu klappen. Genau gesagt in manchen Augenblicken ist dass das Beste. Zumindest solange man diesen Augenblick sorgfältig wählt.

Die Wahrheit ist, ich kenne niemanden der nicht von irgendetwas verfolgt wird oder irgendjemanden. Und egal ob wir versuchen den Schmerz mit einem Skalpell weg zu schneiden oder in die hinterste Ecke des Schrankes zu schieben, so oder so werden wir scheitern. Die einzige Möglichkeit die dunklen Wolken zu vertreiben ist es ein neues Kapitel aufzuschlagen. Oder das alte Kapitel richtig zu beenden. Endlich ist ein Kapitel beendet.