s o u l m a t e – somebody tell me why I'm on my own if there's a soulmate for everyone – Who doesn't look for someone to hold who knows how to love you without being told..


November 5, 2007, 6:15
Gespeichert unter: einfach so

Man muss sein Leben
aus dem Holz schnitzen,
das man hat, und wenn
es krumm und knorrig wäre.

~Theodor Storm,



November 5, 2007, 6:13
Gespeichert unter: einfach so

[...] all die Verschiedenen Möglichkeiten sind nämlich nicht für alle gleich Gut geeignet. Zum einen passt dieses, zum anderen jenes. Wir bestehen doch nicht aus Kitt, den man in jede beliebige Form kneten kann. Wir haben einen Charakter, wir sind alle verschiedenen, alle einzigartig. Und zu jedem einzigartigen Menschen gehört auch eine ganz bestimmte Art von Leben, mit allem, was dazu gehört. Wir brauchen also lediglich zu entdecken, wie wir beschaffen sind, um danach völlig selbstverständlich das zu tun, was zu uns passt.Wir brauchen nicht mehr zu wählen, wir brauchen keine Entscheidung zu treffen – es ist einfach das Beste, Punkt, aus.

Die Idee, dass wir eine Wahl treffen können, geht von der Unterstellung aus, dass alle Möglichkeiten gleich gut sind. Wir brauchen uns nur zu überlegen, welche uns die Angenehmste zu sein scheint, und die wählen wir dann.

Doch wie bestimmen wir, was uns am Angenehmsten scheint? Das kann sich je nach Laune ändern: Was uns morgens nett erscheint, kann uns mittags langweilen und am Abend zum Hals heraushängen. Außerdem sind wir meistens, mehr als uns bewusst ist, von anderen beeinflusst: Unserer Umgebung, unserer Erziehung und natürlich von den Reklamehexen. Viele Zweifler wissen tief in ihren Herzen schon längst, was sie am liebsten wollen würden, doch sie wagen es nicht einmal, es sich selbst zu beichten, geschweige denn der Ausßenwelt – aus Angst, jemanden zu verletzen oder aus Angst, sich in den Augen anderer lächerlich zu machen.

Was wir wollen, ist nicht immer verlässlich. Es kann an einem Tag etwas anderes sein als am anderen, es kann von den beeinflusst sein, was wir zu wollen gelernt haben, wovon anderen Menschen meinen, dass wir es wollen sollen, was unsere Eltern von uns erwarten, was unser Partner von uns fordert. Und davon haben wir gar nichts. Wenn Sie wissen wer sie sind, wissen Sie auch, was zu ihnen passt.

[...]

Die wirkliche Frage lautet also nicht: Was will ich? Die wirkliche Frage lautet: Wer bin ich? Und die Antwort beinhaltet eine Einschränkung. Sie sind nicht alles, Sie sind nur, wer Sie sind.

Echte Wahlfreiheit ist die Freiheit, sich selbst freiwillig zu beschränken. Mein gutes altes I Ging drückt das so aus: „Durch das Setzen von Grenzen erlangt im menschlichen Leben das Individuum seine Bedeutung. Unbegrenzte Möglichkeiten sind nichts für den Menschen. Dadurch würde sein Leben nur ins Grenzenlose zerfließen.“

Aus „Zehn Gebote der Inneren Ruhe“
von Lisette Thooft