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Gehört Zuversicht zu deinem Wortschatz? Bist du selbst zuversichtlich? Hat Zuversicht für dich mehr mit Gegenwart oder Zukunft zu tun? In welchem Zusammenhang hast du das Wort zuletzt gehört? Als Floskel? Kennst du ein Gesicht, das Zuversicht ausstrahlt? Wenn du dich selber im Spiegel anschaust, triffst du auf Spuren von Zuversicht?
Eigentlich und vordergründig haben wir wenig Anlass zur Zuversicht. Jedoch haben wir Zuversicht bitter nötig. Denn sie ist ein Lebenselixier. Sie trotzt der Angst, die nicht nur die Seele auffrisst. Sie sieht mehr als nur das Vorhandene. „Sie sieht zusätzlich zu allem Äußeren die innerste Wirklichkeit der Dinge.“ Zuversicht ist eine Spielart der Hoffnung, Glaube und Vertrauen zielen in eine ähnliche Richtung. Sie lässt sich nicht ausreden, dass sich Menschen und Dinge zum Guten verändern. Sie lässt sich nicht erschüttern von pessimistischen Prognosen. In ihr schwingt viel Sehnsucht mit.
Zuversichtliche Menschen lassen sich nicht von ihren bösen Erfahrungen leiten, sondern von ihren guten Erwartungen. Sie sind nicht abgeschreckt durch das, was war, sondern gespannt auf das, was kommt. Sie leisten sich die Vorfreude auf das, was als Kommendes von den Realisten nie verrechnet werden kann.“ Sie machen sich zwar keine Illusionen über den Zustand der Welt. Sie sind auch keine Schwärmer, die alles durch die rosarote Brille sehen. Aber sie sind doch bereit, die Wirklichkeit als Spielfeld von Möglichkeiten und Alternativen zu begreifen.
Ein Mensch mit Zuversicht hat verstanden, dass man in dieser Welt nur weiterleben kann, wenn man zutiefst glaubt, dass sie nicht so bleibt, wie sie ist, sondern dass sie werden wird, wie sie sein soll. Zuversicht schließt nicht aus, dass sich Unvermutetes ereignet.
Auszug aus einem Text von H.- A. Pflästerer
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