Das Gespür zur rechten Zeit
etwas Gutes für sich zu tun
und die Gelassenheit,
sich davon nicht abhalten zu lassen.
Oktober 27, 2007
Das Gespür zur rechten Zeit
etwas Gutes für sich zu tun
und die Gelassenheit,
sich davon nicht abhalten zu lassen.
Oktober 27, 2007
“Dasein ist köstlich, man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen.”
(Peter Rosegger)
Oktober 27, 2007
Oktober 27, 2007
“Hör auf deinen Kummer: warum es uns besser geht, wenn wir unsere Sorgen nicht verdrängen ” von Stephen Levine.
Schmerz und Trauer nicht spüren zu wollen, ist eine verbreitete und verständliche, aber nicht immer sinnvolle Reaktion. Denn der Kummer, den wir nicht fühlen wollen, verschwindet deshalb ja nicht wirklich. Er bleibt in uns, was Folgen hat. Folgen wie z.B., dass wir innerlich verhärten, dass wir Kontakt meiden, dass wir uns von unseren Gefühlen abschneiden. All das engt uns ein und raubt Lebensfreude.
Stephen Levine zeigt sehr eindringlich auf, wozu verdrängter Schmerz führen kann – und zwar auf persönlicher, aber auch auf gesellschaftlicher Ebene. Und er zeigt, wie wir besser mit unserem Kummer und unsere Trauer umgehen können: nämlich, indem wir diese Gefühle zulassen lernen.
Es braucht etwas Mut, um das Buch zu lesen. Hier geht es bereits um die ersten Schritte zum Zulassen von Emotionen, die wir fürchten und wegdrücken wollen. Aber nur dann, wenn wir uns ihnen stellen, sie zulassen und ihnen erlauben, sich auszudrücken, können wir Erlösung und Heilung finden. Nicht für jede/n wird das wohl ohne therapeutische Hilfe möglich sein, aber “Hör auf deinen Kummer” kann auch dafür ein erster Anstoß sein.
Neben den vielen, vielen Denkanstößen und klugen Gedanken finden Sie auch einige Übungen in dem Buch. Körper- und Atemübungen, die das Zulassen von Schmerz und Trauer möglich machen.
Stephen Levine schreibt: “Schmerz ermöglicht Mitgefühl.” und an anderer Stelle “Widerstand ist die Hölle.” Diese zwei Sätze habe ich zusammen mit vielen anderen aus diesem Buch mitgenommen, weil sie mich tief getroffen haben.
Fazit: Ein extrem wichtiges Buch über ein unbequemes Thema, das aber für unser Lebensglück unerlässlich ist.
(aus Zeit zu Leben)
Oktober 27, 2007
Worüber man nicht reden kann,
darüber muss man schreiben
©Dr. phil. Manfred Hinrich
Oktober 27, 2007
Man trennt sich aus einem bestimmten Grund. Man sagt dem anderen, warum. Man gibt ihm die Möglichkeit zu antworten. Man läuft nicht einfach so fort. Nein, dass ist absolut kindisch.
(Marcel Proust)
Oktober 27, 2007
“ι¢н нαвє αηgѕт мι¢н zυ νєяäη∂єяη υη∂ ι¢н нαвє αηgѕт мι¢н ηι¢нт zυ νєяäη∂єяη. ”
(мσηк)
Oktober 27, 2007
єѕ gιвт мєηѕ¢нєη, ∂ιє ραѕѕєη ѕσ gυт zυѕαммєη. ωιє ∂єя нιммєℓ υη∂ ∂αѕ мєєя.
(є.ѕ.)
Oktober 27, 2007
Im Leben löst sich so einiges in Luft auf. Wenn etwas, von dem wir nicht wussten, dass wir es haben, verschwindet, vermissen wir’s?
Wie ich schon sagte: dass etwas verschwindet, kommt vor. Aus Schmerzen werden Phantomschmerzen. Blut hört auf zu fließen und Menschen - Menschen sterben.
Es gibt noch mehr, was ich zu sagen habe - so viel mehr. Aber… ich bin verschwunden.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Niemand glaubt, dass sein Leben nur irgendwie, so ganz okay, verlaufen würde. Wir glauben alle, dass aus uns etwas Besonderes wird und von dem Tag an, an dem wir uns entschieden haben etwas zu werden, sind wir von hoher Erwartung. Wir erwarten von uns, dass wir neue Wege beschreiten, dass wir Menschen helfen, dass wir etwas bewegen. Wir haben hohe Erwartungen an den Menschen, der wir sein möchten - wohin wir gehen werden - und irgendwann kommen wir an.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Am Ende ist es doch so: Wir wollen im Grund nichts anderes, als einem anderen Menschen näher zu sein. Das ganze restliche Theater, wenn wir versuchen Distanz zu wahren, demonstieren, dass uns die anderen egal sind, ist meistens reiner Blödsinn. Also suchen wir uns die Menschen aus, denen wir nahe sein wollen. Und wenn wir diese Menschen einmal gewählt haben - bleiben wir meistens in ihrer Nähe. Egal, wie sehr wir ihnen auch weh tun. Die Menschen, die am Ende eines Tages noch bei einem sind, das sind diejenigen, die es wert sind, dass man bei ihnen bleibt. Natürlich kann man sich auch zu nah kommen - andererseits ist es manchmal genau das, was man braucht: sich jemandem ganz nah zu fühlen.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Auf gewisse Weise ist Verrat unvermeindlich. Wenn wir uns gegenseitig im Stich lassen, wenn wir uns gegenseitig verraten, ist der Weg zur Heilung weniger klar.
Es gibt allerdings bestimmte Wunden - Momente des Verrats, die so schlimm sind, so grundlegend, dass es keine Möglichkeit gibt zu reparieren, was kaputt gegangen ist. Und wenn soetwas passiert - dann kann man nichts anderes tun, als warten.
(Cristina)
Oktober 27, 2007
Viele wissen nicht, dass das menschliche Auge einen blinden Fleck auf der Netzhaut hat. Es gibt also einen Teil der Welt, den wir tatsächlich nicht sehen können. Das Problem ist nur, dass dieser blinde Fleck manchmal dazu führt, dass wir Dinge nicht sehen, die wir lieber nicht ignorieren sollten. Manchmal aber sorgen unsere blinden Flecken dafür, dass unser Leben blendend glücklich bleibt.
Vielleicht ist das mit den blinden Flecken nicht so, dass unser Gehirn uns glücklich machen will, vielleicht will es uns nur beschützen.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Nicht alle Wunden sind oberflächlich. Die meisten Wunden gehen tiefer, als wir es uns vorstellen können. Das kann man mit dem bloßen Auge nicht sehen. Und dann gibt es Wunden, die uns überraschend zugefügt werden. Die beste Art eine Wunde oder Krankheit zu behandeln, ist in die Tiefe zu gehen und den wahren Grund für die Verletzung zu finden. Und wenn man ihn gefunden hat, muss man versuchen ihn mit aller Kraft zu beseitigen.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Es gibt Zeiten, in denen es selbst den Besten von uns schwer fällt engagiert zu sein - und wir sind vielleicht überrascht, wie leicht wir uns davon abbringen lassen, Engagement zu zeigen. Das mit dem Engagement ist kompliziert. Andererseits überrascht es uns manchmal, wie engagiert wir sein können. Wahres Engagement erfordert Mühe - und Opfer. Deswegen müssen wir es wohl manchmal auf die harte Tour lernen, unser Engagement wohlüberlegt einzusetzen.
(Meredith
Oktober 27, 2007
Die meisten unserer Fantasien verschwinden, wenn wir aufwachen und werden in die hintersten Gehirnwindungen verbannt. Doch manchmal sind wir ganz sicher, wenn wir uns nur große Mühe geben, können wir den Traum leben.
Fantasien sind ganz einfach. Genuss ist gut - und doppelt so viel Genuss, ist besser. Schmerz ist schlecht und kein Schmerz ist immer besser. Aber die Realität ist anders. Die Realität ist, dass Schmerz existiert, um uns etwas zu sagen. Wir können nur ein gewisses Maß an Genuss ertragen, ohne Bauchschmerzen zu bekommen - und vielleicht ist das gut so. Vielleicht sollen gewisse Fantasien einzig und allein in unseren Träumen existieren.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Die Zeit fliegt. Die Zeit wartet auf niemanden. Die Zeit heilt alle Wunden. Wir alle wollen nur das Eine und das ist mehr Zeit. Zeit aufzustehen. Zeit erwachsen zu werden. Zeit loszulassen. Zeit.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Wir alle gehen durch’s Leben wie der Elefant im Porzellanladen. Ein Sprung hier, ein Knacks da. Wir richten Schäden bei uns selbst an. Und bei anderen Menschen.
Die Schwierigkeit liegt darin herauszufinden, wie wir den Schaden begrenzen, den wir angerichtet haben. Oden den andere bei uns hinterlassen. Manchmal werden wir von dem Schaden überrascht. Manchmal denken wir, wir können den Schaden reparieren. Und manchmal können wir den Schaden nicht einmal sehen.
Wir sind alle irgendwie beschädigt, wie’s aussieht. Manche von uns mehr als andere. Wir tragen die Schäden aus unserer Kindheit mit uns herum. Und dann, als Erwachsene, teilen wir so gut aus, wie wir können. Letzten Endes richtet jeder von uns mal Schaden an.
Und dann machen wir uns an die Arbeit und versuchen zu reparieren, was zu reparieren geht.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
Wir opfern all das für den einen, unglaublichen Augenblick. Es gibt Tage, an denen meint man, dass er die Opfer wert ist. Es gibt allerdings auch Tage, da erscheint einem alles wie ein Opfer. Und dann gibt es da noch diese Opfer, von denen man selbst nicht weiß, warum man sie bringt.
Ein weiser Mann hat einmal gesagt: „Du kannst alles im Leben haben, wenn du bereit bist, alles andere dafür zu opfern.“ Was er meinte, ist, dass man für alles einen Preis bezahlen muss. Bevor man sich in den Kampf stürzt, sollte man sich besser klar sein, was man zu opfern bereit ist. Zu oft ist es so, dass man für das, was schön ist, das aufgibt, von dem man weiß, dass es eigentlich richtig ist.
Jemanden in sein Leben zu lassen bedeutet die Mauern einzureißen, die man sein Leben lang aufgebaut hat.
Natürlich sind die schwersten Opfer diejenigen, die wir nicht kommen sehen. Wenn wir keine Zeit haben, eine Strategie zu entwickeln, eine Seite zu wählen oder die möglichen Verluste abzuwägen. Wenn wir die Schlacht nicht bestimmen können, sondern die Auseinandersetzung zu uns kommt, dann stellt sich manchmal heraus, dass das Opfer größer ist, als wir ertragen können.
(Meredith)
Oktober 27, 2007
..doch die Welt steckt voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen. Und wenn man gerade angefangen hat sich auszukennen, bewegt sich der Boden unter einem und auf einmal kippt man einfach um. Wenn man Glück hat, tut man sich dabei nicht viel. Eine kleine Verletzung, auf die man ein Pflaster kleben kann.
Aber es gibt Wunden, die tiefer gehen, als es zunächst den Anschein hat. Da braucht man mehr als eine schnelle Lösung. Bei manchen Wunden muss man das Pflaster einfach abreißen, man muss Luft an sie lassen und ihnen Zeit geben, damit sie heilen können.
(Meredith)